Forschen, staunen, ausprobieren: Die MINT-Sommerschulen 2026

Eine große Gruppe junger Leute, aufgestellt für ein Gruppenfoto

Forschen, staunen, ausprobieren: Die MINT-Sommerschulen 2026

Von Quantencomputern über Bakterien bis zum mathematischen Teamwettbewerb: Bei den MINT-Sommerschulen der Universität Würzburg konnten Schülerinnen und Schüler Forschung hautnah erleben und das Campusleben kennenlernen. Seit 2023 unterstützt die Mapara Stiftung das Angebot und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses.

Wie funktioniert ein Quantencomputer? Was verraten winzige Einzeller über das Leben? Und wie lassen sich mathematische Probleme im Team lösen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten die Teilnehmenden der MINT-Sommerschulen 2026 an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU). In den Sommerschulen der Fächer Biologie, Chemie, Mathematik und Physik tauchten sie in unterschiedliche wissenschaftliche Themengebiete ein. In Vorträgen, Laboren und praktischen Übungen konnten sie selbst forschen, neue Themen entdecken und erste Eindrücke vom Studium gewinnen. Auch das Miteinander kam nicht zu kurz: Gemeinsame Aktivitäten boten Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und die Universität jenseits der Hörsäle kennenzulernen.

Physik: Vom MRT bis zu den Sternen

Rund 40 neugierige Schülerinnen und Schüler aus fünf Bundesländern und drei europäischen Ländern erlebten bei der Physik-Sommerschule fünf Tage voller Wissenschaft, Experimente und neuer Freundschaften. Das Programm führte von der Magnetresonanztomographie (MRT) über die Welt der Quanten bis hin zur Astronomie. Bei Laborführungen erhielten die Jugendlichen Einblicke in die physikalische Forschung, während sie bei der „Physikalischen Frühgymnastik“ selbst experimentieren und naturwissenschaftlichen Phänomenen auf den Grund gehen konnten.

Ein besonderes Highlight waren die gemeinsamen Abende an der Sternwarte: Beim Stargazing richteten die Teilnehmenden ihren Blick in den Nachthimmel und konnten Astronomie unmittelbar erleben. Mit ihren Fragen, Diskussionsbeiträgen und eigenen Ideen zeigten sie großes Interesse an den wissenschaftlichen Themen. Für Abwechslung sorgten eine Campusrallye, gemeinsames Pizzaessen, ein Grillabend und Karaoke. So wurde die Sommerschule nicht nur zu einer Gelegenheit, Physik besser kennenzulernen, sondern auch zu einem Ort, an dem neue Freundschaften entstanden.

Biologie: Kleine Lebewesen, große Fragen

Wie vielfältig die Biologie ist, erfuhren die 15 Teilnehmenden der Biologie-Sommerschule bei einem abwechslungsreichen Programm aus Forschung, Exkursionen und praktischen Übungen. Sie untersuchten Bakterien und tierische Einzeller und beschäftigten sich mit aktuellen Fragen wie dem Einfluss des Klimawandels auf die Artenvielfalt.

Im LehrLernGarten des Botanischen Gartens lernten sie die Pflanzenwelt aus einer neuen Perspektive kennen. Bei einer Campusführung erhielten sie außerdem einen Eindruck vom Studienalltag an der JMU. Ein Grillabend mit der Fachschaft bot Gelegenheit, mit Studierenden ins Gespräch zu kommen und Fragen rund um das Studium zu stellen.

Beim biologischen Escape-Room waren schließlich nicht nur Fachwissen, sondern auch Teamgeist und gemeinsames Knobeln gefragt. Die Mischung aus wissenschaftlichen Einblicken, eigenen Erfahrungen und gemeinschaftlichen Aktivitäten machte deutlich, wie spannend es sein kann, biologische Zusammenhänge selbst zu erforschen.

Chemie: Experimente im Labor

Bei der Chemie-Sommerschule stand das praktische Arbeiten im Mittelpunkt. Vierzehn hochmotivierte Schülerinnen und Schüler lernten in Vorlesungen, Laborführungen und Experimenten die Vielfalt der Chemie kennen. Insgesamt verbrachten sie eineinhalb Tage im Labor und konnten dabei selbst Hand anlegen.

An verschiedenen Stationen stellten sie unter anderem ein eigenes Polymer her, betrachteten Zellkulturen unter dem Mikroskop und erkundeten ein Laserlabor in der virtuellen Realität. Auch die Arzneimittelherstellung, die Chemie von Solarzellen und moderne Funktionswerkstoffe standen auf dem Programm. Bei anspruchsvollen Tüftelaufgaben konnten die Teilnehmenden zudem ihr vorhandenes Wissen einsetzen und gemeinsam Lösungswege entwickeln.

Neben den fachlichen Inhalten lernten sie verschiedene Studiengänge kennen, erkundeten den Campus und die Stadt Würzburg und tauschten sich mit derzeitigen Studierenden aus. Damit bot die Sommerschule zugleich eine Orientierung für alle, die sich für ein naturwissenschaftliches Studium interessieren.

Mathematik: Gemeinsam Lösungen finden

Vierzehn mathematikbegeisterte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe nutzten die letzte Ferienwoche im September, um Mathematik auf universitärem Niveau kennenzulernen. An vier Tagen vermittelten Professorinnen und Professoren die Grundlagen unterschiedlicher Themengebiete. In anschließenden Übungen konnten die Teilnehmenden das Gelernte vertiefen und Einblicke in aktuelle Forschungsfragen gewinnen. Dabei zeigte sich: Universitäre Mathematik kann anspruchsvoll sein, eröffnet aber auch neue Perspektiven und überraschende Erkenntnisse.

Ein Höhepunkt war der unkonventionelle Mathematikwettbewerb „MatBoj“. Anders als bei klassischen Einzelwettbewerben traten hier Mannschaften gegeneinander an. Sie diskutierten mathematische Probleme, entwickelten Lösungswege und stellten sich mit ihren Ergebnissen der Herausforderung, diese vor einer Jury oder im direkten Duell zu verteidigen.

Auch das Rahmenprogramm bot Gelegenheit, die Universität und die Stadt zu entdecken. Bei einer Campusrallye und einem Outdoor-Exit-Game konnten die Jugendlichen gemeinsam Rätsel lösen und einander besser kennenlernen. Ein Frage-Roulette ermöglichte ihnen außerdem, Studierenden, Promovierenden und Professorinnen und Professoren ihre Fragen zum Leben an der Universität zu stellen. Den gemeinsamen Grillabend nutzten viele, um bei gutem Essen, Quiz und Karaoke neue Kontakte zu knüpfen.

Eine starke Partnerschaft für junge Wissenschaftstalente

Dass die MINT-Sommerschulen der Universität Würzburg jungen Menschen jedes Jahr aufs Neue die Möglichkeit bieten, Wissenschaft hautnah zu erleben, ist auch dem langjährigen Engagement der Mapara Stiftung zu verdanken. Seit 2023 unterstützt die Stiftung das Angebot der Universität Würzburg und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses.

Die Förderung ermöglicht es, junge Menschen frühzeitig für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, ihnen Einblicke in aktuelle Forschung zu eröffnen und sie bei ihrer Studienorientierung zu unterstützen. Dabei geht es um mehr als die Vermittlung von Fachwissen: Die Sommerschulen schaffen Raum für eigene Entdeckungen, Begegnungen mit Forschenden und Studierenden sowie für die Erfahrung, dass wissenschaftliche Fragen gemeinsam besonders spannend werden können.

Mit ihrer kontinuierlichen Unterstützung setzt die Mapara Stiftung ein wichtiges Zeichen für nachhaltige Bildungsförderung. Dass sie die MINT-Sommerschulen seit ihrer Einführung begleitet, ist ein wertvoller Vertrauensbeweis und trägt dazu bei, das Angebot langfristig weiterzuentwickeln. Die Universität Würzburg dankt der Mapara Stiftung herzlich für dieses Engagement und die verlässliche Partnerschaft bei der Förderung junger Wissenschaftstalente.

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